Funregatta – Stark im Wind

Seit 25 Jahren gibt es sie mittlerweile, die Fun-Regatta des Wallufer Segelclubs Rheingau und des Rüdesheimer Yachtclubs. Warum eigentlich Fun-Regatta? Sollte man nicht immer Fun bei einer Regatta haben? Im Prinzip ja, aber hier haben die Veranstalter von Anfang an den Fokus mehr auf Segelspaß und Geselligkeit und weniger auf Wettkampf gelegt, und so ist aus der Anfangsidee mittlerweile eine feste Institution für uns geworden, die Jahr für Jahr mehr Segler anzieht, auch aus anderen Teilen Deutschlands.

Am 12. und 13. Juni war es dann wieder so weit.

Los ging es am Freitag mit einem Seglerabend inkl. Live-Musik in Walluf, leider parallel zu unserem Babbelstegfest, aber zeitliche Überschneidungen sind halt nicht immer zu vermeiden.

Und an diesem Abend wussten wir schon: Am Samstag wird es etwas heftiger draußen, weshalb es die Empfehlung seitens der Regattaleitung gab, lieber mit weniger Segelfläche zu segeln. Anders als bei den meisten Regatten, bei denen man im Pulk gleichzeitig startet und man zusehen muss, nicht zu früh über die Startlinie zu segeln, aber auch nicht gleich das Feld von hinten zu betrachten, was bei vielen Seglern, insbesondere in Verbindung mit der Strömung auf dem Rhein, für einen erhöhten Stresspegel sorgt, hat man es bei der Fun-Regatta einfacher; hier gibt es ein ganz entspanntes Startfenster von 30 Minuten, und jeder kann in diesem Fenster starten, wann er will; außerdem geht’s nur zu Tal, auch eine Vereinfachung gegenüber anderen Regatten.

40 Segler waren gemeldet, wovon die meisten auch an den Start gegangen sind. Bei böigem 4 bis 6 Bft. Westwind und schönstem Sonnenschein ging’s vor unserer Hafeneinfahrt los, dann durch die Große Gieß bis zu unserem Zielhafen Rüdesheim. Böiger Wind von vorne, wenig Wasser im Rhein und Schiffsverkehr bedeutet unzählige Wenden, viel Arbeit an den Schoten für die Crews und mitunter ordentliche Krängung, für manche war das doch etwas zu heftig.

Daher erreichten nur 30 Segelboote das Ziel – aber keine Angst, den anderen ist nichts passiert, ihnen war es nur ein bisschen zu stürmisch und sie haben abgebrochen. Vom MCM waren zwei Boote dabei, und wir haben uns sehr gut geschlagen. Am Ende hieß es: Platz 8 für Bruno Gladbach mit seiner J/80, und Platz 9 für unsere Vereins-Shark, gesteuert von Heiko Trapp, also beide unter den Top-Ten, nicht schlecht für einen Motorbootclub, oder?😉

Hai Five – Foto von Claus von Kutzschenbach

Das Bild zeigt unsere Shark 24 mit der Flagge der Interessengemeinschaft Inselrhein am Achterstag. Gerne sind wir mit dieser Flagge gesegelt, denn die Interessengemeinschaft als Initiative der hiesigen Wassersportler hat erreicht, dass die Auen für uns befahrbar bleiben – ein tolles gemeinsames Ergebnis. Mehr dazu siehe hier… Inselrhein-Flagge bremste ein bisschen

Am Abend gab es dann noch eine gesellige Seglerparty teilweise mit Saxophon-Live-Musik, teilweise mit DJ und Tanz. Ein besonderes Highlight war wie immer die Preisverleihung. Birgit Fluhrer vom Rüdesheimer Yachtclub und Uli Rosskopf vom Segelclub Rheingau haben auch in diesem Jahr die Preise auf eine sehr charmante Weise verteilt, und hatten für jeden Segler ein paar nette Worte parat, einfach wunderbar.

Nach einer Nacht in Rüdesheim gings dann gemütlich zurück nach Schierstein – im nächsten Jahr sind wir ganz sicher wieder dabei.

Heiko Trapp für den MCM Wiesbaden

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